Bewerbung als Erstkandidatin zur Landtagswahl 2011

Liebe Freunde und Freundinnen,

ich bewerbe ich mich um die Nominierung als Kandidatin für den Wahlkreis Bretten für die Landtagswahl am 27. März 2011.

Seit nunmehr 16 Jahren bin ich Mitglied bei den Grünen und möchte meine langjährigen Erfahrungen als Gemeinderätin in Oberderdingen, als Sprecherin des OV Oberderdingen, als ehemaliges Mitglied des Kreisvorstandes Karlsruhe-Land, als ehemalige Elternbeirätin in der Leopold-Feigenbutz-Realschule in Oberderdingen, als Mutter und nicht zuletzt als Konsumentin einbringen, um für uns das bestmögliche Wahlergebnis zu erreichen.

Ich unterstütze das Streben der Grünen nach einem besseren Bildungssystem, in welchem alle SchülerInnen optimal gefördert werden, ich befürworte grüne Forderungen nach einem besseren Datenschutz, einer friedlicheren Welt ohne Militärinterventionen, die Forderung nach einem Grundeinkommen und dem Ausstieg aus der Atomkraft.

Politik erfordert Teamgeist. Deshalb möchte ich mich mit folgenden Themen einbringen:

Energiepolitik
Erneuerbare Energien und die Energieeffizienz müssen ins Zentrum der Strom- und Wärmegewinnung rücken. Dies bedeutet die Förderung von Windkraftanlagen, den umwelt- und naturschutzverträglicher Ausbau der Biomassenutzung und der Wasserkraft. Wir müssen mit einer breiten Palette von Maßnahmen, die sowohl ordnungspolitische als auch finanzielle Anreize umfasst, den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu einem zentralen Anliegen der Energiepolitik des Landes machen. Das auf den Weg gebrachte baden-württembergische Erneuerbare Wärme Gesetz muss weiterentwickelt werden. Es müssen Gebäude gedämmt werden, statt die Umgebung zu heizen; das im Wärmesektor vorhandenen CO2 Minderungspotential im Wohngebäudebestand muss mehr genutzt werden. Landwirtschaft, Förderung der regionalen Vermarktung Die Stärke Baden-Württembergs ist neben den Zentren industrieller und technologischer Entwicklung und Produktion sein ländlicher Raum mit seinem unermesslichen Potential an großartigen Natur- und Kulturlandschaft und seiner vielfältigen Landwirtschaft. Seit Jahren unterliegt die Landwirtschaft einem Wandel hin zur Industrialisierung. Bäuerliche Strukturen wurden und werden noch immer zerschlagen. Hier gilt es einzugreifen und entgegenzulenken. Durch den Aufbau regionaler Molkereien haben die LandwirtInnen nicht nur die Chance auf einen fairen Preis, der nicht wie derzeit zum Teil unter ihren Herstellungskosten liegt, sondern bietet auch den VerbraucherInnen die Möglichkeit regional erzeugte Milch und Milchprodukte zu kaufen. Kleinere Molkereien vor Ort wirken den Dumpingpreisen der Konzerne entgegen. Deshalb ist eine detaillierte Kennzeichnungspflicht unerlässlich. Verbraucherschutz ist umfassende Information, Transparenz und Wahlfreiheit.

Tierschutz. Faire Preise führen dazu, dass die LandwirtInnen ihre Tiere nicht mehr „verschleißen und ausbeuten“ müssen. Es zeigt sich, dass Eingriffe in bäuerliche Vertriebswege, Verarbeitung in der Region, nicht nur bessere wirtschaftliche Aspekte für die LandwirtInnen beinhalten, sondern auch dem Endprodukt, dem Klima durch kürzere Transportwege und nicht zuletzt den Tieren dienen. Mein Ziel ist es, der Massentierhaltung, den industriellen Mastanlagen und den Legebatterien den Kampf anzusagen, hin zu einer artgerechten Tierhaltung.

Auch beim Thema Gentechnik ist eine Kennzeichnungspflicht, die gut lesbar und rundum informativ ist, wichtig. Das Ziel kann nur ein 100 % gentechnikfreies Baden-Württemberg sein. Gentechnikfreiheit ist nicht nur ein Riesen-Wettbewerbsvorteil für unsere LandwirtInnen, sondern sie erhält auch unsere Biodiversität. Dem Streben der „großen Drei“ Monsanto, BASF und Bayer, die Bauern und Bäuerinnen in eine Abhängigkeit zu drängen, muss aufs Schärfste entgegengewirkt werden. Koexistenzmodelle sind gescheitert. Das Land muss deshalb schnellst möglich auf den landeseigenen Flächen den gentechnikfreien Anbau festlegen.

Ich bin überzeugt, diesem Wahlkampf den nötigen Inhalt und die notwendige Schärfe geben zu können, um mit Euch zusammen ein super Wahlergebnis zu erreichen. Deshalb bitte ich um Eure Stimme.

Andrea Schwarz

 

Zu meiner Person:

  • 52 Jahre alt, drei Kinder im Alter von 17 bis 19 Jahren
  • medizinische Fachkraft, zur Zeit Hausfrau und Gemeinderätin

 

Interessen:

  • Familie, Handball, Literatur, Kabarett und meinen Garten

 

Politische Vita:

  • seit 1994 bei den Grünen
  • seit 1999 im Gemeinderat Oberderdingen
  • bis 2009 mehrmals Mitglied im Kreisvorstand  Karlsruhe-Land
  • seit über zehn Jahren Sprecherin der Grünen in Oberderdingen
  • seit 2009 Fraktionssprecherin  der grünen Fraktion im Gemeinderat
  • In den letzten Jahren immer wieder Delegierte zu LDKs und BDKs
  • Mitarbeit im Landesverband durch Präsidiumsarbeiten auf Parteitagen, auch als Präsidiumspräsidentin