Bewerbung als Erstkandidat zur Landtagswahl 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,

hiermit bewerbe ich mich bei Euch um die Nominierung als Kandidat für Bündnis 90/Die Grünen zur Landtagswahl 2011 im Wahlkreis Bretten.

Offizielles Mitglied bei den Grünen bin ich seit 1996. Zur Zeit bin ich zum zweiten Mal im Gemeinderat, außerdem im Vorstand des OV Oberderdingen.

Ich war 15 Jahre in einem mittelständischen Unternehmen der Metallindustrie tätig und dort über 10 Jahre als Betriebsrat aktiv. Diese Zeit, war für mich eine harte Schule, in der ich von der Geschäftsführung nichts geschenkt bekommen habe. Ich habe Streiks und Aktionstage mit organisiert, aber die Entsolidarisierung in den Belegschaften durch Leiharbeit u.ä. nicht aufhalten können. Die Folgen sind hinlänglich bekannt. Irgendwann habe ich dann für mich die Konsequenzen gezogen, bin aus der Tretmühle ausgestiegen und habe mich zum Gärtner ausbilden lassen.

Seither pflücke ich Gänseblümchen und ernähre mich vegetarisch. Schön wär's.....

Politischer Schwerpunkt ist für mich die Ökologie. Die Eindämmung der bestehenden Atomkatastrophe und die Verhinderung von gentechnischen Experimenten größenwahnsinniger Konzerne hat für mich existentielle Bedeutung. Obwohl ich leider kein Pazifist sein kann, bin ich für den umgehenden Truppenabzug aus Afghanistan. Dieses waghalsige Experiment ist absolut in die Hose gegangen und es kann nur noch darum gehen, Schaden für die dortige Zivilbevölkerung zu begrenzen. Es ist für mich als Grüner unvorstellbar, dass es immer noch Menschen geben soll, die der Meinung sind, man könnte „nur ein bisschen“ Krieg machen. Krieg ist Krieg und Tod ist Tod. Wer sich für Krieg entscheidet, entscheidet sich fürs Töten.

Energiepolitik ist (nicht nur) in Baden-Württemberg Lobbypolitik und wir müssen verhindern, dass die marktbeherrschenden Strukturen weiterhin zementiert werden. Dezentrale Investitionen in nachhaltige, ökologisch sinnvolle Projekte haben keine Chance auf Finanzierung durch die Banken, solange Laufzeitverlängerung ein Thema ist.

Bildung hat für mich oberste Priorität. Der Schlüssel für die Lösung vieler Gesellschaftsprobleme liegt in der Bildung. Mein Ziel ist eine kostenfreie Kita und für gemeinsames Lernen in einer Ganztagsschule. Integration und Teilhabe erfordern Zugang für alle.

Arbeitswelt: Als Gewerkschaftsmitglied bekämpfe ich selbstverständlich die ausufernde Leiharbeit, sowie menschenunwürdige Zeitverträge und verlange, dass man von seinem Lohn auch anständig leben kann.

Persönliches: Ich bin 45 Jahre jung, verheiratet mit Ellen, habe zwei erwachsene Söhne und wohne mit Hund, Katze, Hühnern, Milliarden von Kleinstlebewesen und vielen Pflanzen in Flehingen, dem badischen Teilort von Oberderdingen. Dort betreiben wir: einen kleinen Laden mit Holzspielzeug, eine ökologische Gartenberatung, Aufstände im Ort und wenn ich kann, erzähle ich Märchen und Geschichten oder befasse mich mit Ethnobotanik.

Ich werbe für Eure Unterstützung, damit wir gemeinsam einen Wahlkampf führen, der das Ziel hat, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu beenden und das vorhandene Potential für eine nachhaltige Entwicklung endlich zu nutzen.

Martin Rausch